eifrig von Börſenſpekulationen, eine Unterhaltung, welche gleichwohl den ſchönen jungen Mann nicht ſo dringend in Anſpruch nahm, daß er nicht Zeit zum Streicheln ſeiner Haarlocken gefunden hätte. 1
Etwas entfernter ſaß an einem Spieltiſch Herr Carcaſſonne; er machte ſich mit dem Legen und Ab⸗ heben von Karten zu ſchaffen und zerbrach ſich den Kopf wegen eines Kunſtſtücks, mit dem er die Ge⸗ ſellſchaft unterhalten wollte.
Am andern Ende des Saales hatte ſich Madame Carcaſſonne neben Dalbrun geſetzt; ſie ſchien mit
ihm ſehr lebhaft zu ſprechen und Dalbrun hörte ihr zu; zuweilen entfuhr ihm ein lautes Lachen.
Mathilde endlich, immer noch bleich und ſchwach, ſaß oder lag vielmehr auf einem Divan neben Carleſia, welche ihre Hand gefaßt hatte und ſehr aufmerkſam auf das zu horchen ſchien, was dieſe zu ihr ſagte.
„Er liebt mich nicht mehr... ol es iſt Alles zu Ende, ich ſehe es wohl,“ ſagte Mathilde nach einem kleinen Stillſchweigen.„Zweiundzwanzig Tage ſind es jetzt, daß ich ihn nicht ſah... nichts von ihm hörte!... zweiundzwanzig Tage!... Ich hätte ſterben können!... er hätte ſich kein Haar darum bekümmert! — Er iſt vielleicht auf dem Lande oder auf Reiſen,“ ſagte Carleſia mit dem Tone einer Perſon, die ſelbſt nicht von ihrer Behauptung überzeugt iſt und auch Andere nicht zu überzeugen wünſcht.—„Auf dem
Lande... vort würde er keine drei Wochen bleiben... auf Reiſen... wozu?... um mir deſto weiter aus


