Teil eines Werkes 
3. Th. (1844)
Entstehung
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durch den zweiten ſogleich wieder verwiſcht. Adhemar hatte die Nachricht vom Verluſt des Fahrzeugs, das ſeine letzten Glückshoffnungen an Bord hatte, nicht

ohne lebhaften Kummer geleſen; als er jedoch ver⸗

nahm, daß Carleſia wieder zu Mathilden komme, daß Monſignard ihr den Hof mache und ſich mit einem Erfolge ſchmeichle, war der ſo eben erlittene Verluſt bereits wieder vergeſſen. Die Rückkehr in

das Bourdichon'ſche Haus und die perſönliche Ueber⸗

zeugung von dem Wohlgelittenſein des ſchönen Mon⸗ ſignards bei Carleſia war jetzt ſein einziger Gedanke;

V

dieſer Eine ſetzte ſein Blut in Wallung, ſeinen Kopf

in Fiebergluth, und bereits drängten ſich in ſeinem Geiſte tauſend Racheprojekte hin und wieder.

Die Pakete ſind alle im Wagen und es fehlt bloß noch an dem Herrn, ſagte der Pförtner, ſich Adhemar nähernd. Dieſer rief jetzt ſeinem Geiſte die Lage zurück, in der er ſich befand. Bereits ging man im Hauſe hin und her und die Stimme der Jungfer Athenais erſcholl auf der Treppe; ſie ſchwatzte mit den andern Kammermädchen und erzählte ihnen, daß Madame Polatinskiskoff die ganze Nacht unwohl geweſen ſei auf ihr geſtriges Souper, daß man habe aufſtehen und ihr Thee machen müſſen, und daß der ganze Umſtand recht einfältig ſei.

Da Adhemar von den Loretten nicht überraſcht werden wollte, ſtieg er ſchnell in den Wagen.

Wohin ſoll ich fahren? fragte der Kutſcher.

Adhemar, der den noch am Wagen verweilenden Pförtner bemerkte und ſeine Abſicht durchſchaute, die