Sie es von mir wieder kaufen ſollen, iſt es häßlich, aus der Mode und keinen Heller werth. So laſſen Sie einmal ſehen, was Sie mir für Alles zuſammen geben wollen.“
Der Gewerbsmann unterſuchte den Zuſtand der Möbeln, der ihm doch ſehr genau bekannt ſein mußte; nach langer, in's Einzelne gehender Beſichtigung ſagte er zu Adhemar:„Mein Herr! um Ihnen einen Ge⸗ fallen zu erweiſen, und weil ich ſchon Geſchäfte mit Ihnen machte, will ich Ihnen für ſämmtliche Gegen⸗ ſtände zweitauſend Franken geben. In einem Zeitpunkt, wie der jetzige, wo die Geſchäfte ſo ſchlecht gehen, iſt es mir unmöglich, Ihnen mehr zu bieten.— Zwei⸗ tauſend Franken!... Ich verliere faſt zwei Drittheile an dieſem vor noch nicht ſechs Monaten abgeſchloſſenen Kaufe.— Ei, mein Herr, im Handel darf man ſich manchmal recht glücklich ſchätzen, nicht mehr als zwei Drittheile zu verlieren.— Ich bekenne Ihnen, mein Herr, daß ich ſehr wenig vom Handel verſtehe!... Gleichviel, ich nehme Ihre zweitauſend Franken an.— Ich will ſie Ihnen herbringen, mein Herr, und dann werde ich die Sachen ſortſchaffen können... Pfört⸗ ner... kann ich die Möbel fortſchaffen?— Ja, ja, das hat keinen Anſtand!“ verſetzte der Beſchließer, „oh, oh! keinen Kreuzer iſt der Herr ſchuldig...“
Adhemar, der bei dieſer Frage des Gewerbs⸗ mannes roth vor Zorn geworden war, faßte ihn beim Arm, drückte ihn heftig und rief:„Für wen halten Sie mich denn, mein Herr? Ihre Frage iſt eine grobe Beleidigung!“


