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war lebhaft und beſeelt; wenn jedoch Mathilde von Adhemar ſprach, ſo ſchwieg Carleſia und beſchränkte ſich auf das Zuhören. Endlich ſagte Mathilde ihrer Freundin Lebewohl, umarmte und verließ ſie mit dem Verſprechen, ſie in wenigen Tagen wieder zu beſuchen, ohne jedoch darauf zu beſtehen, daß auch ſie zu ihr kommen ſolle.
Zweites Kapitel. Ein Beſuch in Saint⸗Maur.
Als Mathilde weggegangen war, blieb Carleſia ziemlich lang wie verſunken in ihre Betrachtungen; endlich ſtand ſie auf, ſchellte ihrer Kammerfrau, ließ ſich zum Ausgehen ankleiden und befahl dann, daß man ihr einen Wagen beſtellen ſolle. Als der Wagen vor der Thüre war, ließ Carleſia einen reichlichen Vorrath von Kinderſpielſachen und Leckerwaaren, die ſie den Tag vorher gekauft hatte, in denſelben ſchaffen; dann ſtieg ſie ein, ohne auch nur Jemand von ihrer Dienerſchaft mitzunehmen, und befahl dem Kutſcher, ſie nach Saint⸗Maur zu führen. 5
Es war im Monat Juni, in dieſer ſchönen Jah⸗ reszeit, wo die Bäume mit neuem Grün bedeckt ſind, wo die Blumen auf den Wieſen prangen, den Raſen⸗ plätzen einen Schmuck verleihen und die Wälder mit Wohlgerüchen erfüllen. Carleſia ſchien jedoch alle dieſe Schönheiten, welche die ſommerliche Jahreszeit darbot, mit gleichgültigem Auge anzuſehen; immer


