Teil eines Werkes 
3. Th. (1844)
Entstehung
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armen? Doch... doch... ich liebe Dich immer ... ich werde immer Deine Freundin ſein. O ja, nicht wahr? wir zürnen einander nicht mehr! Du warſt ja der zürnende Theil! Je nun, ver⸗ zeihe mir... ich hatte Unrecht... und wir ſagten Sie zu einander? Ach! Carleſia, wie konnten wir 5 ſo weit gehen, Sie zu einander zu ſagen? das wird 4 nicht mehr geſchehen, nicht wahr? O nein... es 3 darf nicht mehr geſchehen... Du wirſt immer die Nämliche für mich ſein, Mathilde, Du wirſt mir 3 Deine kleinſten Sorgen... Deine Schmerzen anver⸗ trauen... Du wirſt von Demjenigen mit mir reden, den Du liebſt. Du wirſt mir Alles ſagen! Ja, Du weißt wohl, daß ich kein Geheimniß vor Dir haben kann. Du wirſft recht oft zu mir kom⸗ men... Wird Dir dieß nicht zuwider ſein? Ganz im Gegentheil, es wird mein einziges Ver⸗ gnügen ſein. Aber Du... wirſt auch Du kommen? Ich liebe die Geſellſchaft nicht! ich werde Dich manchmal beſuchen, aber Morgens, wenn Du allein biſt, ich habe es lieber ſo. O ja, Du haſt Recht! man kann dann freier mit einander ſprechen.

Man ſah, daß dieſe Anordnung Mathilden ganz recht war, denn ſie gewann ihre herrliche Laune wie⸗ der, ſie umarmte Carleſia noch einmal. Ihre Freund⸗ ſchaft war ſtärker als je geworden, als ſie ſah, daß ihre Freundin ſich nicht darnach ſehnte, mit Adhemar zuſammenzukommen. 4

Sie blieb noch eine Stunde bei Madame Val⸗ miran. Die Unterhaltung der beiden Freundinnen