Carleſia begnügte ſich damit, auß eine krampf⸗ hafte Weiſe die ihr von Peneeh nden Hand zu drücken, dann entfernte ſie ſich, indem ſie lispelte: „Bis morgen.“ 4 Adhemar folgte während ſeines Spiels jeder Bewegung der Madame Valmiran. Als ſie den
Saal verließ, erhob er ſich, wie wenn er auch weg⸗
gehen wollte; bald jedoch ſank er wieder auf ſeinen Seſſel zurück, noch niedergeſchlagener als vorher. „Dieſe junge Dame iſt bezaubernd, ſehr geiſtreich, ſie ſpricht ſehr gut,“ ſagte die kleine Frau des langen Jägers, als Carleſia wegging.—„Möglich,“ ſagte Dalbrun mit einem ſpöttiſchen Tone;„allein als Sie neben ihr ſaßen, ſchien es mir, als ob Sie immer geſprochen hätten.— Das thut nichts zur Sache; es gibt auch eine geiſtreiche Art, zuzuhören. Ich hatte einen Vetter, der ſtumm... taubſtumm... nein, nur ſtumm war... ſehen Sie, mit dem konnte man mit dem größten Vergnügen plaudern.— War er geiſt⸗ reich?“ ſagte Monſignard, höhniſch lächelnd.—„Ja⸗ mein Herr! ja, ſein Geſicht war ſo bewegt, ſo be⸗ ſeelt! der Geiſt blickte ihm aus den Augen hervor, aus eben dem Grunde wollte ſich ein anderer meiner Vettern die Zunge abſchneiden, in der Hoffnung, er würde dadurch ſeinem Geſichte eben dieſen Ausdruck
geben; aber ſein Vater geſtattete es nicht.— Schwä⸗
gerin!“ murmelte Monſignard, indem er ein halbes Rädchen mit ſeinem Seſſel ſchlug.„Sehen Sie wieder die Ente!... dieſe Frau ſollte ein Zeitungs⸗ ſchreiber werden.— Unſtreitig iſt,“ ſagte Bourdichon,
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