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niſſe vor uns.— Keine Geheimniſſe? doch hoffe ich recht ſehr, daß Sie ihr unſer Verhältniß nicht an⸗ vertrauen werden.— So? Sie fürchten, ich möchte es ſagen, daß... Sie mich lieben.— Das wäre eine große Unklugheit... die Geheimniſſe des Herzens dürfen nie offenkundig werden... Mathilde, glauben Sie mir, wenn Sie davon ſprechen würden... es wäre ein großer Fehler... und dann ſind Sie ja nicht frei, warum wollen Sie ſich dem Tadel einer Freundin ausſetzen?“
Mathilde ſchien einen Augenblick nachzudenken, dann antwortete ſie:„Seien Sie ruhig, mein Herr, da Sie ſo ſehr fürchten, man möchte erfahren, daß ich Sie liebe... gut, ſo will ich nichts zu Carleſia ſagen.— Verſprechen Sie es mir?— Ja, mein Herr, ich verſpreche es Ihnen!“
Adhemar ſchien ruhiger, als er dieß Verſprechen erhielt; gleichwohl wandte er ſich während ſeines Geſprächs mit Mathilden oftmals um, um zu ſehen, ob Frau Valmiran ihn beobachte, aber dieſe ſchien ihre Aufmerkſamkeit nicht auf ihn zu richten. Was Mathilde betrifft, deren Eiferſucht mit jedem Augen⸗ blick zunahm, ſo ſagte dieſe, durch das Benehmen Adhemars beunruhigt, in abgebrochenen Sätzen:„Ich merke wohl, daß Sie ſich nur mit ihr beſchäftigen, beſorgen Sie, ſie möchte ſehen, daß Sie mit mir ſprechen?— O, welcher Einfall!— Man könnte es wohl glauben; ach! wie leide ich... mein Gott! iſt dieß ſchon meine Strafe? meine Qual fängt an. — Mathilde, beruhigen Sie ſich! ich bitte Sie...


