Teil eines Werkes 
2. Th. (1844)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

96

Und warum nicht? rief der dicke Herr.Ma⸗ rilly hat Vermögen, ich denke es wenigſtens; über⸗ dieß braucht er es bei der Lebensart, die er führt; er hat mir dieſen Morgen ſogar zwanzigtauſend Francs gebracht, um ſie bei einem Geſchäſt anzu⸗ zulegen. Fräulein Sublimé iſt eine gute Parthie,

hunderttauſend Francs ſogleich und das Doppelte zu erwarten, nicht übel; es ſcheint mir, daß das keine ſchlimme Sache wäre. Schlimme Sache! Gehen Sie mir doch, erwiederte Mathilde,Sie ſehen in der Heirath nur eine Sache! Das Herz, die Liebe, alles Dieß iſt nichts für Sie. Fräulein Idalia iſt häßlich, ſie iſt albern wie ihre Mutter, dieſe Heirath ſtritte gegen den geſunden Menſchenverſtand. Wie Sie Feuer fangen, meine liebe Freundin! Ueberdieß wird Adhemar, wie ich denke, wiſſen, was er zu thun hat.

Mathilde beſann ſich, ſie erröthete darüber, daß ſie ſich durch die Leidenſchaft, von der ſie beherrſcht

war, hatte fortreißen laſſen, und zwang ſich zu lächeln,

indem ſie ſagte:O, Sie haben Recht, mein Freund, zudem geht es uns ja nichts an; allein ich kam, um Ihnen die Rückkehr meiner Freundin zu melden, von der ich Ihnen ſo vft geſagt habe... Sie wiſſen, Madame Valmiran. Ach ja, die, von welcher Sie ſo ſelten Nachricht erhalten haben, ſeit ſie verreist war; iſt ſie zurückgekommen? Ja, ſie iſt in Paris, ſie wird vielleicht mit uns eſſen, in jedem Fall wird ſie den Abend hier zubringen... o ich bin recht froh. Um ſo beſſer... Ihre Freundin iſt, wenn ich nicht