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91. Grund dazu, aber ihr Herz hat geſprochen. Ein junger Mann macht ihr auf eine ziemlich verſteckte Weiſe den Hof, die aber darum nur um ſo delikater iſt. Das Herz meiner Tochter iſt voll Feuer, es gleicht dem meinigen; es verſtand das, was man ihr gar nicht geſagt hat, gerade wie ich auch in meiner Ju⸗ gendzeit: ich verſtand auch eine Menge Dinge, von denen man mir nie etwas geſagt hatte; kurz, ſie liebt, das iſt das Factum! nicht wahr, Idalia?“ Idalia verhüllte S mit ihrem Schleier, ſo daß man nichts als die Naſenſpitze ſehen konnte. Eben jetzt ließ ſich die Melodie: Schöne Roſenknoſpe! aus der Taſche des Herrn Sublimé's hören, der einen Satz auf ſeinem Seſſel machte, und rief:„Sie geht, ſie geht! ſie hat ſich wieder beſonnen, es war nur eine Laune von ihr, ſie geht!— Wiſſen Sie nichts Beſſeres zu thun, als an Ihre Spieldoſe zu denken, wenn es ſich um die Verheirathung Ihrer Tochter handelt?“ ſagte die große Dame, ihren Mann mit zorniger Miene anſehend.„Herr Sublimé, Sie ma⸗ chen mir wirklich Kummer!— Meine liebe Freundin, hören Sie doch! Dieſe Doſe hat mich zweihundert Franken gekoſtet, und wenn ſie nicht ginge!— Nun, Madame,“ fuhr Mathilde fort,„Sie haben alſo im Sinn, Ihre Fräulein Tochter zu verheirathen, und wünſchen, mich darüber um Rath zu fragen... kenne ich den von dem Fräulein geliebten Mann, der ihr den Hof macht?— Ohne Zweifel! denn es iſt Herr Adhemar Marilly.“ Beim Namen Adhemar wurde Mathilde bleich,


