———
89
dem Carleſia weggegangen war.— Sie hat eine ſehr hübſche Taille.— Ich weiß nicht, warum ſie nicht geht!“ murmelte Herr Sublimé, indem er mit der Hand in ſeine Hoſentaſche langte.—„Nicht geht? Wie? Sie ſehen ja, daß ſie weggegangen iſt,“ ver⸗ ſetzte Frau Sublimé.„Hat ſie Vermögen?— Ihr Gatte hinterließ ihr zwanzigtauſend Franken Renten,“ ſagte Mathilde.—„Das iſt ſehr artig für eine Wittwe!“ rief Idalia;„ſie kann ſich Vergnügen machen, dieſe Dame.— War ihr Gatte jung? War es eine Nei⸗ gungsheirath?— Nein, Madame! Ihr Gatte ſtand ſchon in reifem Alter... es war eine Convenienz⸗
Heirath.— O, dann begreife ich... ein trauriger Hymen für eine junge Frau. Hat ſie Kinder bekom⸗ men?— Nein, Madame!— Sie hat nur zwei
Melodien geſpielt,“ murmelte Herr Sublimé.
Seine Frau wandte ſich jetzt gegen ihn und ſagte mit einer faſt tragiſchen Miene zu ihm:„Mein Herr! von was ſprechen wir denn, wenn es Ihnen beliebt? Sind Sie bei der Unterhaltung oder nicht?“
Dardanus machte ein ganz kleinmüthiges Geſicht, indem er antwortete:„Verzeihung! ich meinte... dieſe kleine Spieldoſe da, die ich mitnahm, will nicht recht gehen.— Ja, ja, es handelt ſich jetzt von Ihren Spieldoſen! Geſchah es denn nicht um einer höchſt wichtigen Sache willen, daß wir zu unſern Freunden Bourdichon gekommen ſind?— Da wir unſern Sohn Eudoxius nicht mitgenommen haben, müſſen wir in der That einen ſehr ernſthaften Gegenſtand zu be⸗ ſprechen haben.“


