Teil eines Werkes 
2. Th. (1844)
Entstehung
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Wildpreteſſen... Liebſt Du es, Dalbrun? Das Wildpret?.. Ich kann es nicht ausſtehen! Ach, dann biſt Du übel daran... aber ich habe es Dir vorher geſagt. Auch bin ich nicht Deiner Jagd, ſondern Deiner Geſellſchaft wegen gekommen. Ich nahm mich geſtern als Tiger recht gut aus, nicht dahr⸗ Vortrefflich! Du hatteſt das Ausſehen eines Löwen, Welch ein Spottvogel dieſer kleine Dalbrun iſt; und Du, mit Deinem Halbmond auf dem Kopfe, wen wollteſt denn Du vorſtellen, he? Einen Türken wahrſcheinlich? Wiſſen Sie nicht, ſagte Mathilde, ſich an Adhemar wendend,ob ſich Herr Sublimé von ſeinem geſtrigen Falle wieder erholt hat, und ob ſein Sohn nicht über die Angſt, die er ausge⸗ ſtanden hat, erkrankt iſt? Mein Gott, dieſe Familie hat geſtern recht Unglück gehabt! Ja, ſehr viel Unglück, murmelte Dalbrun lächelnd,denn das Koſtüm der Frau Sublimé war auch recht unglück⸗ lich. O, das heißt, man hätte berſten mögen vor Lachen! rief Frau Carcaſſonne aus.Kann man ſich vorſtellen, daß man mit achtundvierzig Jahren (ſo alt iſt Frau Sublimé) in ſolcher Kleidung in Ge⸗ ſellſchaft kommt? Es wäre das ſchon an einer jungen und hübſchen Frau lächerlich, aber Frau Sublimé iſt weder das eine noch das andere. Sie iſt eine ſehr ſchöne Frau, ſagte Mathilde.O weil ſie recht groß iſt. Sie iſt wie ein Mann gebaut.

Woher wiſſen Sie das? fragte Bourdichon lächelnd.

Mein Gott! Herr Bourdichon, Sie ſind heute ſchreck⸗ lich; man kann nichts ſagen, ohne daß Sie es falſch