Teil eines Werkes 
2. Th. (1844)
Entstehung
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Was iſt denn Herr Dalbrun ſeines Standes? fragte

Frau Carcaſſonne.Er iſt Advokat; ein Junge, der ſehr gute Geſchäfte macht, er hat einen Orden. Ich glaube, daß er in der Zeit ein wenig beſchränkt iſt, aber er wird kommen.

Die Thüre des Salons ging auf und Herr Dal⸗ brun erſchien. Es war ein junger Mann von ſechs⸗ undzwanzig bis achtundzwanzig Jahren, von dunkel⸗ braunem Haare und dunkler Hautfarbe, von edler Geſichtsbildung, obgleich dieſelbe auf den erſten An⸗ blick etwas kalt und beinahe ſtrenge erſchien; er war zwar nicht groß, aber wohlgeſtaltet und immer ge⸗ ſchmackvoll gekleidet, ohne jedoch in ſeinen Bewegun⸗

gen und in ſeinen Manieren etwas Geziertes zu haben;

endlich ſprach er wenig in der Geſellſchaft, ließ aber manchmal ſehr geiſtreiche Scherze vernehmen. Wenn man vom Wolfe ſpricht!... rief Bour⸗ dichon, Dalbrun die Hand bietend.Habe ich auf mich warten laſſen? ſagte Herr Dalbrun, nachdem er die Freunde begrüßt hatte.Es iſt erſt ein viertel

und Bourdichon gab mir bis halb ſieben Uhr Zeit.-

Nein, Sie ſollen nicht gezankt werden, ſagte Ma⸗ thilde;aber mein Mann iſt grauſam, daß er die

Beſtellung auf halb ſieben Uhr gemacht hat, weil

man dann erſt um ſieben Uhr kommt. Sie werden

ſehen, daß Herr Monſignard nicht bälder da ſein wird. Wir wollen ihm aus Gnade die Viertel⸗

ſtunde ſchenken, aber nicht mehr, ſagte Bourdichon. Man genirt ſich wegen einer Perſon nicht. Ueberdieß ſagte ich vorher: es iſt ein Eſſen ohne Umſtände, ein