Teil eines Werkes 
2. Th. (1844)
Entstehung
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zu kommen; wenn ich auf ihn hörte, ſo gingen wir, wenn man uns auf ſechs Uhr einlud, um vier Uhr ſchon von Hauſe fort; geht er ohne mich auf einen Ball, ſo kommt er, während die Damen noch ihre

Toilette machen... noch ehe die Salons beleuchtet

ſind. Auf den Theaterbeſuch richtet er ſich, noch ehe die Spritzenmänner auf ihrem Platze ſind. Die Furcht, zu ſpät zu kommen, iſt eine wahre Krankheit bei ihm. Eines Tages waren wir auf einem ländlichen Feſte, vier oder fünf Stunden von Paris; gut, da wir nicht recht wußten, wie viel Uhr es war, fürch⸗ tete er ſich ſo ſehr, die Kutſche zu verfehlen, daß er, kaum angekommen, ſich in's Bureau ſetzte, wo man ſeinen Platz beſtellt, und dort den ganzen Abend zu⸗ brachte, während ich am Tanze Theil nahm; an dieſem Tage erinnere ich mich, zweiundzwanzig Contretänze nach einander getanzt zu haben. Zweiundzwanzig! ſagte Frau Bourdichon lächelnd.Dann aber hat Ihr Gemahl auf dem Bureau ſehr lang auf Sie warten müſſen. Nein, doch nicht allzulang... die Violinen ſpielten ſehr ſchnell. Wir warten nicht länger auf Herrn Monſignard, nicht wahr, Herr Bourdichon? ſagt Mathilde zu ihrem Manne. Und Dalbrun... unſer junger Türke von geſtern, einer Ihrer Beſieger im Kartenſpiel, Herr Marilly,

dem bin ich auch begegnet. Ich ſagte zu ihm: er

müſſe mit uns ſpeiſen, um Ihnen dieſen Abend Re⸗

vanche geben zu können, und er war es ganz zufrieden;

es iſt ein ſehr lieber kleiner Junge, dieſer Dalbrun. Paul de Kock. XXXVIII. 3