Teil eines Werkes 
2. Th. (1844)
Entstehung
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Vernünftigſte, was man thun kann, wenn man das Vermögen dazu hat! Was wollen der Herr ſpeiſen? Das iſt mir einerlei; ich ſage Ihnen, ein feines Mittageſſen. Ich will Bohnen mit Hammelfleiſch und gebackene Fleiſchſchnitten beſtellen, das ſchmeckt ausgezeichnet. Ach, Frau Coquenard! was machen Sie mir da für einen Vorſchlag! Ich ſehe, daß Sie ſich hierauf nicht verſtehen; haben Sie eine Feder... Papier? Ja, mein Herr, hier! Ich will die Speiſekarte ſchreiben, ich ſehe, daß das vernünftiger ſein wird. Schön! Das iſt mir weit lieber, mein Herr, weil der Geſchmack des Einen nicht immer der des Andern iſt; ich bin ganz in die Bohnen mit Hammelfleiſch vernarrt.

Adhemar ſchrieb die Speiſekarte, gab ſie der Pförtnerin und ſagte zu ihr:Sie beſtellen dieſes ſogleich. Ja, mein Herr! beim Banquet d'Ana⸗ créau, oder beim Gaſtwirth des Theaters am Thor Saint⸗Martin. Wo Sie wollen, nur werden Sie ſogleich bezahlen, hören Sie? Ja, mein Herr! Halten Sie; ich weiß nicht, wie viel es koſten wird, hier ſind fünfundzwanzig Franken. Fünfundzwanzig Franken für das Mittageſſen einer einzigen Perſon!... Gott, wie theuer leben die vornehmen Leute! Aber das iſt noch nicht Alles; hören Sie wohl: Wenn der Kellner das Eſſen herbringen wird.. So werde

ich ihn zu Ihnen hinaufgehen heißen, nicht wahr?

Ja; aber... halten Sie, Frau Coquenard, Sie ſind eine verſchwiegene Frau, man kann ſich auf Sie ver⸗ laſſen. Ja, mein Herr! bei Tag wie bei Nacht;

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