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nehmen, damit könnte ich irgend eine Spekulation verſuchen... bei Gott, es bleibt dabei, ich kündige Alles auf.“
Adhemar war von ſeinem Einfall entzückt. Er ging mit der ſtrahlenden Miene eines Mannes, der ein ausgezeichnetes Geſchäft macht, zu ſeinem Agenten und gab ihm ſeine Anweiſung mit den Worten zu⸗ rück:„Ich kündige Alles auf.— Sie werden ſich doch vorſtellen können⸗ daß der Cours fallen wird,“ ſagte man ihm,„und Sie wollen es hernach wieder einlöſen?“
Um Adhemars Lippen ſpielte ein Lächeln, indem er murmelte:„Hm! kann ſein... ich habe andere Pläne!— Sie wiſſen, wohin man gehen muß, um auf der Börſe zu zeichnen!— Ja, ja! o ich kenne den Weg. Unterdeſſen wollen Sie mir immerhin fünftauſend Francs zuſtellen.“
Man gab Adhemar die verlangte Summe. Er ſtieg wieder in ſein Cabriolet, indem er zu ſich ſagte: Gehe ich jetzt ſogleich zu Bourdichon?... Etwa, weil ich noch nicht gefrühſtückt habe, und in all dieſer Verwirrung faſt vor Hunger ſterbe. Geſtern Abend beim Nachteſſen war ich zu verliebt, um zu eſſen... Auch jetzt noch bin ich ſterblich verliebt, gewiß... aber ein Liebhaber, welcher ſeit geſtern Abend nichts zu ſich genommen hat, und zu einem Rendezvous
geht, zumal zu einem erſten Rendezvous, das könnte gefährlich werden! Ich weiß wohl, daß ich Mathil⸗ den den Vorſchlag machen könnte, mit mir zu früh⸗ ſtücken, aber es iſt nicht gewiß, ob ſie es annimmt,
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