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ich dem Strome folgen. Uebrigens iſt Mathilde be⸗ zaubernd, und ich liebe ſie wirklich.“
Adhemar erinnerte ſich nicht, daß er ſo ſprach, ſo oft er eine neue Verbindung angeknüpft hatte. Wohl wiſſend, daß ſein Wechſelagent ihm Geld zuſtellen
würde, ehe er auch nur ihm ſeine Anweiſung ein⸗
gehändigt hätte, ſtieg er in ein Cabriolet, um ſich zu dem führen zu laſſen, der ſein Banquier geworden war. Unterwegs ſagte er bei ſich: Ein Kapital von
hundert Francs Rente aufkünden, wird nun nicht
zureichen! Ich werde Emmelinen nicht bei mir be⸗ halten; nein, denn ich würde dann nicht mehr frei ſein und das iſt vor allen Dingen das Geringſte, daß ich meine Freiheit bewahre. Sie kommt mich theuer genug zu ſtehen! Allein ich werde dieſe junge Frau in einer kleinen Wohnung unterbringen, die ich möbliren laſſen will. Zu all dem, das kann ich ſchon berechnen, werden tauſend Francs lange nicht zureichen... Sodann muß ſie doch zu leben haben, und ich auch. Jeden Augenblick zu meinem Wechſel⸗ agenten gehen, um die Trümmer meines Vermögens aufzukündigen, langweilt mich. Kündige ich Alles auf... meiner Treu! ich habe gute Luſt dazu...
ſo werde ich zum wenigſten eine lange Zeit vor mir
haben. Die Wahrheit geſagt, wenn dieß aufgebraucht ſein wird, ſo wird mir kein Pfennig mehr bleiben ... ja, aber die Ueberzeugung, daß ich keine andere Hülfsquelle mehr habe, wird mich ſparſam machen. Indeß wer weiß, man ſagt, daß man mit Geld Geld gewinnt. Ich werde vierzigtauſend Francs ein⸗


