* 121 mißhandelt und ich ihm geſagt hatte, daß ich aus dem Hauſe gehen würde, ſchrie er: Beſinne Dich wohl, zu gehen! Ich verbiete es Dir; und ſollteſt Du ſo unglücklich ſein, mir nicht zu gehorchen, ſo werde ich Dich zu finden wiſſen und Dich tödten, Dich und Den, mit dem ich Dich zuſammen treffen werde. Sieh', ſolche Sachen wagte er mir zu ſagen; allein Du kannſt Dir wohl vorſtellen, daß mich dieß nicht hinderte, nachdem er weggegangen war, mich in aller Eile fortzumachen. Mit dieſem Menſchen noch länger zu leben... nein! lieber ſterben. Ich kam nun hier⸗ her... denn ich habe keine andere Stütze als Sie. Ich ſagte zu mir: Er wird mich nicht von ſich ſtoßen... er wird mich niemals mißhandeln... er iſt gut... er liebt mich... er wird mich bei ſich behalten für immer, für immer!.. Ich werde glücklicher ſein, als bei dieſem ſchändlichen Reginald, den ich, ſeit⸗ dem Sie meine ganze Liebe beſitzen, nicht mehr aus⸗ ſtehen kann!“
Adhemar blieb einige Augenblicke ohne Antwort., Das, was ihm jetzt begegnete, machte ihm eben kein großes Vergnügen. Als Emmeline vorhin bei ihm angeklopft hatte, war er ſo ferne von einem Gedanken an ſie; man hätte beinahe glauben können, die Er⸗ innerung an dieſe junge Frau ſei ganz aus ſeinem Herzen verbannt. Seit geſtern Abend hatte eine Andere Beſitz von ihrem Throne genommen, zum wenigſten hatte ſie bei Seite rücken und ſich mit einem kleinen Plätzchen beſcheiden müſſen, um die zärtliche Mathilde
dort nach Bequemlichkeit herrſchen zu laſſen.


