Teil eines Werkes 
1. Th. (1844)
Entstehung
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Bette und fängt meinen Putztiſch zu durchſuchen an. Ich vermuthe, daß er ſchon geſtern Abend dieſe Durch⸗ ſtöberung begann, daß ihn aber meine Zurückkunft an der Fortſetzung dieſes edlen Geſchäftes hinderte... unglücklicher Weiſe hatte ich Deinen letzten Brief daxin aufbewahrt... So, das iſt's! Und doch ſagt' ich Ihnen hundert Mal: Bewahren Sie nie einen Brief auf... man kann ihn leſen... es kann Ihnen Un⸗ annehmlichkeiten zuziehen! Ja, mein Gott! Ich weiß wohl, daß Sie mir dieß geſagt haben; auch verbrannte ich die Briefe jedes Mal... allein dieſer war ſo allerliebſt... ich wollte ihn noch einmal leſen... Uebrigens ſetzt Sie dieß keiner Verdrießlichkeit aus... er war nicht unterzeichnet. Ich wollte lieber, er wäre es geweſen und Sie wären nicht geſchlagen worden! Nun gut, er findet den Brief und liest ihn: er wird roth wie ein Puter, naht ſich meinem Bette und ſpringt auf mich zu wie eine wüthende Katze. Du kannſt Dir wohl vorſtellen, daß ich hier⸗ auf nicht gefaßt war, doch ahnte ich, daß er jenen Brief geleſen haben müſſe, und zerbrach mir nun den Kopf, ob ich ihm nicht ein Geſchichtchen aufbinden könnte. Er hielt mir den Brief unter die Naſe und ſagte: Was iſt denn das da? Ich erinnerte mich, daß Dein Brief kein Datum hatte, und da er nicht durch die Poſt gekommen war, ſo fand ich plötzlich eine Ausflucht und gab ihm ziemlich kaltblütig zur Antwort: Dieß da, dieſer alte Brief? mein Gott! der iſt ſchon ſeit undenklicher Zeit da! Er ſagte mir dann, daß ich lüge, und fragte mich endlich: von wem