113 dem Ball geblieben war; Dardanus war aus Ver⸗ zweiflung davongegangen, daß ſich ſeine Perücke verrückt hatte. Die Familie Sublimé nahm wieder die Gefälligkeit Adhemars in Anſpruch, um einen guten Geleitsmann nach Hauſe zu haben, und der junge Mann, der dieſen Abend Niemand etwas ab⸗ ſchlug, weil ihm Mathilde ein Rendezvous verſprochen hatte, machte wieder bei Sappho und ihren Kindern den Ritter. Er nahm den Polichinell, der in einem Winkel eingeſchlafen war, auf ſeine Arme, warf ihn in die Kutſche, half ſofort der Madame und ihrer Tochter hinein und folgte dann ſelbſt. In dem Augen⸗ blick jedoch, wo er dem Commiſſionär, der den Kutſchentritt herabgelaſſen hatte, die Straße angeben wollte, fiel der Schein einer Laterne auf das Geſicht dieſes Menſchen. Adhemar war änußerſt betroffen, indem er das Geſicht des Lumpenſammlers wieder zu erkennen glaubte, welcher ihm dieſen Abend am Ufer des Kanals begegnet war.
„Ei!“ ſagte Fräulein Idalia,„ich glaube, Herr Adhemar erinnert ſich nicht mehr unſerer Nummer! — Ach! entſchuldigen Sie,“ verſetzte Adhemar, den Kopf aus dem Kutſchenſchlag beugend. Während er dem Kutſcher fortwährend die Nummer zurief, ſuchten ſeine Augen den Commiſſionär, dem er etwas Münze
geben wollte; aber bereits war dieſer wieder ver⸗ ſchwunden.
Paul de Kock. XXXVII. 8


