wort zu lauſchen, die er ihr jetzt geben würde; end⸗ lich, nach einigen Augenblicken, drückte ſie ſich an ihren Geliebten, wandte ihr Geſicht dem ſeinigen zu, ſah ihn verliebt an, und ſagte mit ſehr zärtlichem Ausdruck:„Wenn Du wollteſt... indeß... wir werden uns doch nicht mehr verlaſſen...— Wie verſtehſt Du das?“ murmelte Adhemar.—„Sprich ein Wort, und ich verlaſſe Reginald und bin ganz die Deinige. Du biſt frei. Du biſt allein...
welches Hinderniß ſtände uns weiter im Wege, mit⸗
einander zu leben?“
Adhemar verzog einige Augenblicke mit der Ant⸗ wort, biß die Lippen zuſammen und ſchien in Ver⸗ legenheit; dann ſtotterte er:„Meine theure Freundin, es gibt Umſtände... wo man nicht Alles ausführen kann, was man wollte, und gerade jetzt habe ich Gründe, nicht alſo zu handeln.— Welche Gründe könnten Sie wohl haben? Sie ſind unverheirathet... Ihre Eltern ſind todt; Sie haben mir hundert Mal
geſagt, daß Sie Ihr eigener Herr ſeien. Was Ihr
Vermögen betrifft, ſo weiß ich zwar nicht, ob Sie welches haben, aber das beunruhigt mich nicht. Ich für meine Perſon bin ewig die Ihrige. Führen Sie mich in eine Wüſte oder auf einen Dachboden, ich werde glücklich ſein.— Theure Freundin! das läßt ſich wohl hören, aber..— Ach! Sie glauben wohl, daß ich es nicht recht überlege?— Wohl, wohl... Sie können es für den Augenblick ſchon überlegen; aber ich meinestheils möchte doch keine Frau nehmen, um ihr einen Platz auf dem Dachboden anzuweiſen;


