25
ich würde dann fürchten, daß ſie mir der nächſte beſte Luftzug entführte.— Ach! Sie belieben zu ſcherzen! Um es kurz zu ſagen, ich werde mit Ihnen über dieſen Punkt nicht mehr reden; ich ſehe wohl, daß er nicht Ihren Beifall findet.— Im Gegentheil, aber keine Uebereilung! Sobald die Sache ſich wird aus⸗ führen laſſen, will ich es Dir ſagen. Sehen wir zu, daß wir nicht wieder im Aerger uns verab⸗ ſchieden!— O nein!... da ſind wir an dem ver⸗ wünſchten Kramladen... wir müſſen uns nun doch trennen. Lebe wohl denn, mein Freund! Auf über⸗ morgen früh!— Wirſt Du zeitig kommen!— O! ſobald es mir möglich ſein wird!“
Sie umarmten ſich nun nochmals; dann trat die junge Frau in den Laden und ging bald darauf von dort mit ihrer kleinen Hausjungfer nach Hauſe.
Adhemar ſah noch, wie ſie ſich entfernten, erreichte dann den Boulevard wieder und ſprach alſo bei ſich: „Mit ihr leben! Nein! wahrhaftig, das ſoll nicht geſchehen! Sie iſt zwar ſehr artig und hübſch, allein ſie hat ſchon vor mir viel geliebt. Und überdieß, welches Loos werde ich einer Frau bieten können, da ich derzeit kaum für mich ſelbſt zu leben habe? Es iſt wahr, daß ich nicht vernünftig bin! Wie habe ich ſeit zwei Jahren mein Vermögen verſchwendet! Allein ich ſuchte Zerſtreuung, wollte im Rauſche des Vergnügens Vergeſſenheit einer Schuld erringen, für die ich grauſam, genug geſtraft wurde... und von meinen achttauſend Franken jährlicher Einkünfte blei⸗ ben mir nun noch ſiebzehnhundert... Von achttauſend
*


