Teil eines Werkes 
1. Th. (1844)
Entstehung
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Fehler, welche ſo mit unſerer Natur verwachſen ſind, daß man ſich vergeblich bemühen würde, ſie zu ver⸗

beſſern. Es iſt dieß gerade wie mit dem Provinzial⸗

dialekt: wenn er auch nicht mehr auf der Zunge zum

Vorſchein kommt, ſo lebt er dennoch im Grunde des

Herzens fort.

Zwei Perſonen, die einander lieben und beiſam⸗ men ſind, vergeht die Zeit ſo ſchnell, als hätte ſie Flügel. Es war bereits über eine Stunde, daß Em⸗ meline am Arme Adhemars ihren Gang machte. Sie bekümmerten ſich weder um das ſchlechte Wetter, noch um den Schmutz; ſie bedienten ſich ihres Regen⸗ ſchirmes mehr, um ſich den Blicken der Vorüberge⸗ henden zu entziehen, als ſich vor dem Regen zu ſchützen. Liebende laſſen kein Vortheilchen dahinten, das ihrer Liebe dienlich wäre.

Gleichwohl erinnerte ſich jetzt Emmeline, daß ihre Hausjungfer auf ſie warten müſſe, und ſagte zu Adhemar:Sehen wir doch auf Deine Uhr! Drei⸗ viertel auf neun. Ach, guter Gott! und ich bin um halb acht ausgegangen... Wenn er nicht einge⸗ ſchlafen iſt, ſo bin ich verloren. Du ſiehſt, daß Du wohl Zeit gehabt haben würdeſt, mich nach Hauſe zu begleiten, oder ein Gefährt zu nehmen; aber Du zogeſt es vor, hier in den Goſſen zu waten.

Schmähſt Du mich ſchon wieder? Wohlan, mein

Herr, werden Sie nicht böſe! Uebermorgen früh geht er zeitig aus und ich will dann zu Ihnen kommen. Iſt es Ihnen recht? Welche Frage! Potz tau⸗ ſend! Sie könnten ja Andere erwarten? Kommt dieß

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