Teil eines Werkes 
4. Th. (1844)
Entstehung
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thränenfeuchten Augen Herrn Vermoncey die innigſte Theilnahme einflößen; er drückt ſie an ſein Herz und nennt ſie ſeine Tochter. Dann blickt er auf die kleine Elina, welche ſich hinter einer Gardine zu verbergen ſucht und fragt lächelnd:Wer iſt denn aber das andere Mädchen?

Paul tritt erröthend vor und erzählt ſeinem Va⸗ ter ſein Liebesverhältniß mit Elina; er legt einen beſondern Nachdruck darauf, daß ihn das junge Mäd⸗ chen geliebt habe, als er arm war, und ihm ihr klei⸗ nes Vermögen geben wollte, um ein Geſchäft damit anzufangen, dann erwähnt er der liebevollen Sorg⸗ falt, womit ſie ihn während ſeiner Krankheit verpflegt.

Herr Vermoncey holt die Kleine hinter den Vor⸗ hängen hervor, führt ſie mit ihrem hochgerötheten Angeſichte mitten in's Zimmer, küßt ſie auf die Stirne und ſagt zu ihr:Sie wollten das Glück meines Sohnes machen, als er arm war, jetzt, da er reich iſt, finde ich es ganz in der Ordnung, daß er daſſelbe für Sie thut! Ach, das heiße ich ſchön geſprochen! ruft Sanscravate aus,wiſſen Sie, was ſich nun aus dem Ganzen ergibt: daß Sie heute alle Ihre Kinder wieder gefunden haben!

Auf dem Nachhauſewege iſt Sanscravate in Be⸗ gleitung ſeiner Schweſter recht heiter und recht glück⸗ lich, doch ſchaut er zuweilen rechts und links hin, als ob er Jemand zu begegnen hoffte. Adeline ſieht es, lächelt und ſchweigt; allein gegen Abend klopft Jemand leiſe an die Thüre ihrer Wohnung.

Ei, wer mag noch kommen! ruft Sanscravate,