Teil eines Werkes 
3. Th. (1844)
Entstehung
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156 mündliche oder ſchriftliche Antwort bringen ſoll. Der junge Mann beſorgt ſie unverzüglich mit Eifer und Pünktlichkeit; da ihm die meiſten Perſonen, zu denen er geſchickt wurde, keine ſchriftliche Antwort zurück⸗ geben, muß er ſich genau merken, was Jedes geſagt hat. Weil Paul übrigens ein vortreffliches Gedächt⸗

niß hat, richtet er Herrn Vermoncey Alles getreu⸗ lich aus.

Alberts Vater war über die Schnelligkeit, womit ſich Paul in verſchiedene, von ſeinem Hauſe entfernte OQuartiere begeben hat, und über die Beſorgung der Aufträge ſowohl erſtaunt als befriedigt. Er bezahlt ihn daher großmüthig und ſagt zu ihm:Gut, mein Freund, ganz gut; Sie müſſen aber ein ander Mal Ihre Gänge nicht ſo ſchnell machen, Sie ſind kaum fünfviertel Stunden weg geweſen, um Commiſſionen an allen vier Ecken der Stadt auszurichten! Das heißt man nicht laufen, das heißt man fliegen wie der Wind! Sie ſollen meinetwegen nicht krank wer⸗ den. Ol fürchten Sie nichts für meine Geſund⸗ heit, Herr Vermoncey, es macht mir Freude, Ihnen meinen Eifer beweiſen zu können.

Herr Vermoncey ſcheint über die Ausdrucksweiſe des jungen Mannes erſtaunt. Er betrachtet ihn eine Zeit lang und entläßt ihn dann mit den Worten: Auf ein anderes Mal, unter der Bedingung jedoch, daß Sie nicht mehr ſo ſchnell laufen.

Acht Tage darauf wird Paul von einem Diener Herrn Vermoncey's geholt, dem er augenblicklich folgt. Der Diener führt ihn in das Bibliothekzimmer und