Teil eines Werkes 
3. Th. (1844)
Entstehung
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ſei, ſeine Anſichten zu theilen. Endlich unterbrach ſie ihn und entgegnete unwillig:Schweigen Sie... Schweigen Sie augenblicklich, es iſt recht häßlich von Ihnen, ſolche Dinge zu ſagen!... So, Sie wollen nicht, daß ich Sie liebe, weil Sie ein Commiſſionär ſind? aber ich will Sie einmal lieben, ich liebe Sie trotz Ihres Widerſpruches. Ihre Worte ſind außer⸗ dem auch nicht ganz wahr: ſind Sie ein Commiſſio⸗ när wie ein anderer? fluchen Sie und gebrauchen Sie rohe Ausdrücke? haben Sie ein gemeines Be⸗ tragen? Nein, im Gegentheil, Sie dürften kecklich in einem Salon erſcheinen, Sie würden ſich ſicher⸗ lich an Ihrem Platze befinden... es fehlt Ihnen nichts, als daß Sie ſtatt dieſer Jacke einen Rock an⸗ ziehen müſſen, iſt das ſo etwas Schwieriges? Nein, aber der Rock macht den Mann noch nicht! Verzeihen Sie, Herr Paul, der Rock und die Erzie⸗ hung... Sind Sie denn genöthigt, zeitlebens Com⸗ miſſionär zu bleiben 2.. Wenn wir uns verheirathen, legen Sie ſich auf etwas Anderes, bis dahin haben Sie ſich etwas erſpart; denn Sie können nicht viel Geld brauchen, Sie ſind ſo ſolide! Sie gehen nie in die Schenke; ich habe auch öfters Ihre Kamera⸗ den zu einander ſagen hören: Paul muß Thaler zu⸗ ſammenſparen, er arbeitet immer und macht ſich nie ein Vergnügen.

Paul ſchlägt die Augen nieder und entgegnet: Ach, mein Fräulein! ich habe nichts zuſammen ge⸗ ſpart, ich beſitze gar nichts! Was thun Sie denn aber mit Ihrem Gelde? ruft Elina aus.Sie