152 zu, ich bin überglücklich, wenn ich ſehe, daß Sie ſich ſtets meiner erinnern. Aber unwillkürlich denke ich oft...— Was denn?— Daß dieſe Pläne alle wahrſcheinlich nicht in Erfüllung gehen werden. Denn um Sie zu heirathen, um das Glück zu genießen, Sie als meine Gattin heimzuführen, müßte ich Ver⸗ mögen haben. Ihre Tante, die Madame Vardeine, wird nie einwilligen, daß Sie Ihre Hand einem ar⸗ men Commiſſionär geben, und ſie hat Recht. O, Eltern und Anverwandte haben immer Recht! Sie können Anſprüche auf einen jungen, reichen Geſchäfts⸗ mann machen, deſſen Gewerbe Sie nicht nöthigt, über Ihren Mann zu erröthen; ich ſage das nicht, als ob ich mich an meinem Stande ſchämte! weit entfernt; aber die Welt folgt gewiſſen Gewohnhei⸗ ten, macht ihre Forderungen und diktirt gewiſſe Ge⸗ ſetze, denen wir uns unterwerfen müſſen. Einem Menſchen, der auf den Straßen ſteht, um Commiſ⸗ ſionen zu machen, geſtattet der geringſte Bürger kei⸗ nen Zutritt in ſeinem Hauſe. Und Sie, Elina, kön⸗ nen mit Ihrer Anmuth, Ihrem Verſtande und Ihrer Liebenswürdigkeit das Glück eines Mannes machen, der Sie in der Welt zeigen, Ihnen eine angenehme Stellung und einen Namen anbieten kann, während mir dieſes Alles abgeht. Ach! Sie ſehen wohl ein, daß es ein Unrecht von mir iſt, Sie zu lieben und daß ich Grund zur Betrübniß habe.“ Während ihr junger Freund ſolche Worte ſprach, drückte Elina auf tauſenderlei Weiſe ihre Ungeduld aus und ließ deutlich merken, wie weit ſie entfernt
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