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dern um Sie von mir und meiner Liebe zu unter⸗ ⸗ halten. Ich bin gänzlich mit meinem Freunde ent⸗ zweit: Albert iſt zu eiferſüchtig, als daß er mir es
verzeihen würde, mich bei Ihnen angetroffen zu haben. Es liegt mir übrigens auch wenig an ſeinem Haß oder ſeiner Gleichgültigkeit, da Sie mir verſprochen haben, mich zu belohnen.“
Madame Baldimer ſteht auf, macht Herrn Cöle⸗ ſtin ein Compliment und ſagt:„Sie werden bald ſehen, Herr von Valnoir, daß ich mein Verſprechen halte.“
Cöleſtin empfängt in der That am folgenden Morgen ein wohlverwahrtes Paket und ein Billet von Madame Baldimers Hand, welches die nachſte⸗ henden Worte enthält:„Ich habe verſprochen, Ihre Dienſte zu belohnen: ich halte mein Verſprechen, wollen Sie gefälligſt, mein Herr, die beiden Gegen⸗ ſtände, welche ich Ihnen hier überſende, als Ihre Belohnung betrachten.“
Cöleſtin öffnet eilig das Paket: es enthält den prachtvollen Caſchemir und die koſtbare Lorgneite, welche Albert und der Graf Dalhborne der ſchönen Amerikanerin zum Präſent gemacht hatten. Somit be⸗ lohnte dieſe Dame Cöleſtin mit den Geſchenken, welche ſie von ihren beiden Liebhabern empfangen hatte.
Anfangs biß ſich Cöleſtin ärgerlich in die Lippen und brummt:„Für was hält mich denn diel Ich finde es ſehr unverſchämt von dieſer Dame, mir eine ſolche Belohnung zu überſenden! Ich will ihr gleich ihr
Paket wieder zurückſchicken.“


