Teil eines Werkes 
3. Th. (1844)
Entstehung
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gezwungen geweſen wäre, die Gegenwart ſeiner Freunde zu meiden; da er aber weniger als je im Stande war, ſeinen Fetiſch einzulöſen und in der Welt aufzutreten, ſo war der kleine Mann völlig verſchwunden. Man traf ihn nirgends an, weder bei Tag noch bei Nacht, man konnte ihn gleichfalls für abgereist oder todt halten, und Herr Varinet betrach⸗ tete die kleine eingetrocknete Frucht, welche ſich immer in ſeiner Börſe unten befand, allmälig mit mißtraui⸗

ſcher Miene. Und außer demſelben Herr Cöleſtin von

Valnoir, dieſer Herr, dem Alberts Duell bekannt war, erfuhr auch alsbald deſſen Abreiſe von Paris. Kaum iſt er gehörig von dieſer Thatſache überzeugt, ſo begibt er ſich zu Madame Baldimer, um ſie davon in Kenntniß zu ſetzen..

Dieſe Dame, deren Züge ſeit Cöleſtins Bruche

mit dem jungen Vermoncey noch einen weit ernſte⸗

ren Charakter angenommen haben, nimmt Herrn von

Valnoirs Beſuch ſehr kalt auf; nachdem ſie ſeine

Nachricht gleichſam wie etwas ihr ſchon Bekanntes angehört hat, antwortet ſie ihm trocken:Ihr Buſen⸗ freund iſt ohne Sie abgkreist! Ich denke, er behan⸗ delt uns Beide gleich ſchlecht; wir ſind entſchieden in Ungnade gefallen. In Folge deſſen glaube ich, daß Sie in Zukunft ſo wenig von ſeinen Angelegenheiten wiſſen werden als ich, und es iſt daher auch ferner⸗ hin überflüſſig, daß Sie ſich zu mir her bemühen.

Herr Cöleſtin gibt ſich Mühe, eine ſentimentale Miene anzunehmen und erwiedert:Nicht um von Albert zu ſprechen, beſuche ich Sie von nun an, ſon⸗