13
ſich!...“ ruft die große Laura aus.„Aha! man greift ſie an einem empfindlichen Orte an... Gut, jetzt habe ich meine Nadel wieder abgebrochen; das iſt die fünfte heute... Ei! das lächert Euphemia... Iſt denn das etwas Komiſches?.— Hal! hal hal... fünf Nadeln!... ich habe fünf Nadeln gehört!...“ „Hört,“ ſagt die dicke Julie nach einer Weile,„ich kenne ein Lied, in dem die jungen Mädchen mit Aalen verglichen werden.— Ach! Potage iſt Schuld, daß ich mich geſtochen habe,“ verſetzt Laura,„ſie will voon einem Liede ſprechen, welches in der komiſchen Oper geſungen wird: „Die Aale und die Mädchen, die naſchen, Die fange ich in meines Netzes Maſchen.“ das iſt das Lied, ich habe es im Maſaniello ge⸗ hört... O! das iſt eine ſchöne Oper... auf einem Theater des Weichbildes habe ich ſie geben ſehen... Drei Figuranten ſtellten das ſich empörende neapoli⸗ taniſche Volk dar, und unter dieſen dreien war ein kleiner Alter(von fünfzig bis ſechszig Jahren) mit einer rothen Mütze, der alle Augenblicke in die Cou⸗ liſſe hineinlief, um eine Lampe anzufachen, die ver⸗ löſchen wollte, am Ende nahm er die Lampe herunter und behielt ſie während eines Schlußgeſanges, deſſen Worte, glaub ich, ſo lauteten: „Tod! Tod den Tyrannen!“ in der Hand. Und ſo lange er in dem Chore mit⸗ ſang, geſtikulirte er, wahrſcheinlich um ſich mehr zu
begeiſtern, mit ſeiner Lampe in der Hand, als wollte 5
er das Publikum bedrohen, ſo daß man meinen—


