Teil eines Werkes 
3. Th. (1844)
Entstehung
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konnte, er habe die Abſicht, die Tyrannen mit Lam⸗ penöl zu tödten. Zuletzt ſtand aber einer der drei Muſikanten, woraus das Orcheſter beſtand, wüthend auf und ſchrie ihm mitten im Chore zu: Potz Sacker⸗ ment, Herr Fiſton, kommen Sie nicht ſo weit mit Ihrem Arme vor, Sie ſchütten Oel über mich hin⸗ unter... Mein Ueberrock iſt ſchon voll Flecken... Singt man denn jetzt mit Lampen in der Oper? Ach mein Gott! ſo habe ich in meinem Leben nicht gelacht! Wie glücklich dieſe Laura iſt, ſie kommt oft in's Theater. Ach! früher noch viel häufiger... Ich hatte eine Bekanntſchaft, die mir

Billete und alle mögliche Leckereien ſchenkte. Einen

Herrn?... Natürlich... und dazu einen recht hübſchen Jungen... Ich habe nie einen Mann ge⸗ ſehen, der ſein Halstuch ſo kokett umzubinden wußte,

er konnte eine reizende Schleife machen. Fräulein

Laura, Sie fangen wieder an, leichtſinnige Dinge zu ſprechen! Eil! Fräulein Frotard, darf ich nicht einen hübſchen Mann gekannt haben... ich habe ſogar das Recht, mehrere gekannt zu haben; ich bin vierundzwanzig Jahre alt, ich verhehle mein Alter nicht... und bin auch keine Zierpuppe!... Aller⸗ dings mache ich auch keine Anſprüche mehr, ein Roſen⸗ mädchen zu werden... Ich möchte nur die Logen mit den Nebenzimmern ſehen!... ich werde ſo lange nicht glücklich ſein, bis ich drein geweſen bin.. Sie müſſen ſich einttal von Ihrem Liebhaber hin⸗ führen laſſen, wenn er gerade bei Kaſſe iſt.. Miein Liebhaber iſt nie bei Kaſſe... ich weiß nicht⸗

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