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1 11 Niemand heirathen will.. und Du, Julie, würdeſt
Du gerne heirathen?— Ich, o nein! es wäre mir
im Gegentheil ſehr unangenehm.— Schau, warum denn?— Weil mir meine Baſe geſagt hat, daß man, wenn man verheirathet ſei, nicht mehr allein ſchlafen dürfe, und ich bewege gerne meine Beine in meinem Bette, es würde mich alſo ſehr geniren, wenn Jemand bei mir ſchliefe.— O! wie dumm biſt Du doch, dicke Juliette! man ſchläft ja bei ſei⸗ nem Manne, das hindert Einen nicht, ſeine Beine zu bewegen... im Gegentheil!— So! Sie wiſſen das, Mamſelle Laura, ſind Sie denn verheirathet?“
Mamſelle Laura macht nur eine Bewegung aund brummt:„Laß mich doch meinen Aermel fertig machen... Du hinderſt mich an meinen türkiſchen Stichen... Ach! was Elina für einen Seufzer aus⸗ geſtoßen hat... Iſt Ihr Auszug ſchon vorbei, junge Träumerin?— Ja, Fräulein Laura, dieſen Morgen iſt Alles fertig geworden.— Ach, deßhalb ſind Sie heute ſo ſpät gekommen?— Ich hatte vorher bei Mamſelle Frotard angehalten.— Und wer hat Ihnen beim Ausziehen geholfen?2... Sanscravate, der Lo⸗ velace der Köchinnen dieſes Quartiers?— Nein, Sanscravate nicht.— Ach! alſo Johann Ficelle, ſein Kamerad... ein ſehr gewandter Burſche. a. Ich habe ihn einmal mit einem Briefe, in einer ſehr wichtigen Angelegenheit, irgendwo hingeſchickt, und habe mich überzeugt, daß er ſehr brauchbar iſt... Sophie, ge⸗ ben Sie mir doch den Baumwollfaden!— O! ihr wißt ja, daß Elina einen Commiſſionär hat, den ſie


