Teil eines Werkes 
3. Th. (1844)
Entstehung
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naſig. Hal ha! ha! Nunl da lacht Euphemia wie⸗

der! Mein Gott! ich kann mich des Lachens nicht

erwehren, wenn man Dummheiten ſagt. Betrach⸗ ten Sie Elina, dieſe lacht nicht und ſchwatzt nicht, auch iſt ſie ſchon recht weit mit ihrem Kleide. O! Elina iſt mit ſich ſelbſt beſchäftigt... ſie iſt ſeit eini⸗ ger Zeit ſehr nachdenklich, deßhalb ſpricht ſie nichts. Die kleine Elina erwiedert mit ernſter Miene, ohne die Augen zu erheben:Ich meine, das Den⸗ ken ſet Niemand verboten. O! gewiß nicht... die Gedanken ſind frei und machen auch Gebrauch davon!... ach! unſere Gedanken ſind glücklich.. ſie dürfen reiſen, umherſchweifen, ſich in jede belie⸗ bige Geſellſchaft miſchen, während wir dagegen den ganzen Tag mit dem Hintern auf dem Stuhle ſitzen müſſen! Was für ein trauriges Loos! Wann wird mir endlich eine Million Renten beſcheert werden, daß ich mich immer putzen, ſchlafen, und den ganzen Tag Meringen eſſen kann... Ach! die Meringen... das iſt ein köſtliches Confekt. Womit macht man ſie? fragt die dicke Juliette, indem ſie Laura anſieht.

Dieſe antwortet äußerſt ernſthaft:Mit eingemachten

Schnecken... Wenn Sie in einen Conditor⸗Laden gehen und eine Schnecken⸗Meringe begehren, ſo wer⸗ Sie ſehen, wie gut das iſt.. Ei, meine Damen, ſchwatzet nicht ſo viel, die Madame kommt nach Hauſe... und das Ballkeid iſt nicht fertig... ihr wißt doch, daß wir dieſe Woche noch zwei Hochzeit⸗ kleider abliefern müſſen. Zwei Hochzeitkleider...

Alles heirathet doch!... Ich weiß nicht, warum mich

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