Teil eines Werkes 
3. Th. (1844)
Entstehung
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darunter ſind recht hüſch, zwei ſehr häßlich, die übri⸗ gen weder das Eine noch das Andere, ſie beſitzen aber doch einen Vorzug, welchen man die Teufels⸗ Schönheit nennt, nämlich die Jugend. Wenn der Teufel ſich dieſe Schönheit immer zu erhalten weiß, ſo iſt er ein glücklicher Burſche! und ich kenne eine Menge einſt wunderſchöner Damen, die ſich heutzu⸗ tage mit der Teufels⸗Schönheit begnügten.

Während ihres mehr oder minder emſigen Ge⸗ ſchäftes unterhalten ſich die Frauenzimmer mit ein⸗ ander. Die Einen ſehen nicht von ihrer Nadel auf und nehmen nur wenig Antheil am Geſpräche; meh⸗ rere ſchwatzen unaufhörlich fort, und wollen ſelbſt, wenn Andere etwas erzählen, das Maul nie halten, weßhalb ſie dieſelben überſchreien; dadurch entſteht zuweilen ein dem Ohre ſehr widerlicher Lärm, den man füglich mit einem Katzengeſchrei vergleichen könnte.

Die junge Elina befindet ſich unter dieſen Arbeite⸗ rinnen. Sie iſt unſtreitig eine der hübſcheſten; gehört

auch zu denen, die am wenigſten ſprechen, und zeichnet

ſich vor allen ihren Gefährtinnen vortheilhaft aus.

Eines der häßlichſten von dieſen Frauenzimmern, die mit der Beaufſichtigung der Andern beauftragt zu ſein ſcheint, weil ſie wahrſcheinlich keine Liebſchaft mehr hat, die ſie an ihrem Geſchäfte ſtört, iſt auch eine Derjenigen, deren Zunge beinahe nie ſtille ſteht.

Ein großes, vierundzwanzigjähriges Mädchen mit V reizenden und beſonders feinen Geſichtszügen, der man höchſtens etwas zu Keckes in ihren Worten, ihrem Weſen und ihrem Blicke hätte vorwerfen kön⸗