Teil eines Werkes 
2. Th. (1844)
Entstehung
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glaubte, nicht mehr liebte, an die er aber unaufhörlich dachte. Johann Ficelle wollte öfters anhalten. So oft man an einer Schenke vorbeikam, rief er aus:

Wollen wir nicht einen Schoppen trinken... den

Schoppen der Freundſchaft! den ſchlägt man nie aus. Allein Sanscravate ſchlug ihn doch aus; er lief immer fort und entgegnete:Nachher... bald... jetzt mag ich nicht trinken. Du biſt ein ſonder⸗ barer Freund, murmelt Johann Ficelle,Du läßt mich mit trockener Kehle ganz Paris durchlaufen... ſoll ich denn wie die Hühner den Pipps bekommen? Die Commiſſionäre ſind in die Straße Barbette gelangt, und Sanscravate zeigt ſeinem Kameraden von der Ferne die Bude einer Obſthändlerin. Siehſt Du, ſagt er zu ihm,dort ſitzt Baſtrin⸗ guettens Baſe. Dieſe einäugige Gemüſehändlerin? Freilich, ſie iſt es. Nun, ſo wollen wir ſehen, ob Dein Mädchen dort iſt. Es wäre mir nicht lieb, wenn ſie merken würde, daß ich ihr nachgehe. Du mußt allein an der Bude vorbeilaufen... und auf⸗ merkſam hineinſehen, wer darin iſt; ich will Dich hier erwarten. Gut, ich will als Plänkler voran. Johann Ficelle läßt Sanscravate unter einer Hausthüre ſtehen und geht mehrmals an der Bude der Gemüſehändlerin vorbei, indem er jedesmal genau hineinſieht; dann kehrt er wieder zu Sanscravate urück und ſagt:Baſtringuette iſt ſo wenig bei der Gemüſehändlerin, als Krebſe in ihrer Bude ſind. Dein Püppchen iſt an einem andern Orte. Du haſt vielleicht nicht recht hineingeſehen. O doch! das

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