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133 ziehung auf die Muſik gebraurht. E mollit mores
nec sinit esse feros.
Dicht dabei iſt die Straße Nonandisres, ehe⸗ mals Nonains d'Hiere genannt, weil die Abtei des Dorfes d'Hière einige Grundſtücke daſelbſt beſaß. In dieſer ſtrengen Abtei wurde der Gebrauch der Eier erſt gegen das vierzehnte Jahrhundert geſtattet; bis zu dieſem Zeitpunkte betrachtete man ſie als eine Leckerei, die für Nonnen zu köſtlich ſei.
Seitwärts davon die Sanct⸗Pauls⸗Straße, welche Einen an den ungeheuren Palaſt erinnern muß, den Karl V. bauen ließ; dieſer Palaſt nahm mit ſeinen Gärten die ganze Breite von der Sanct⸗An⸗ tons⸗Straße bis zu dem Fluſſe und von den Stadt⸗ gräben bis zur Sanct⸗Pauls⸗Kirche ein. Zu jener Zeit waren die Paläſte der Könige immer mit gro⸗ ßen Thürmen flankirt und die Gärten mit Obſt⸗ bäumen und Weinreben angepflanzt. Die Straßen Beautreillis und la Ceriſaye haben ihre Na⸗ men von einer wunderſchönen Weinlaube und einer damals in den Gärten des Sanct⸗Pauls⸗Palaſtes angepflanzten Kirſchen⸗Allee. Wir ſind verſchwen⸗ deriſcher geworden, als früher unſere Könige waren: denn gegenwärtig will der unbedeutendſte Banquier nur noch Luxusbäume in ſeinem Garten haben; er würde ſich ſchämen, wenn man einen Pflaumen⸗ oder eine Aprikoſenbaum darin anträfe.
n Vorbeigehen an der Straße des Trois⸗
Pavillons muß man an die ſchöne Diana von
Poitiers denken, welche Heinrich II. zur Herzogin


