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Als Tobias ankommt, ſitzen Albert, Cöleſtin, Mouillot und ein junger Mann am Spieltiſche, der nicht beim Mittageſſen im goldenen Hauſe geweſen war, der aber die fröhliche Bande unterwegs be⸗ gegnet hatte, als ſie ſich vom Gaſthauſe in Balivans Logis begab, und ſich dann auch zu ihnen geſellte, um den Abend beim Boulllotteſpiel zuzubringen.
Dieſer junge Mann hat ein nichtsſagendes Ge⸗ ſicht, vollſtändig unbewegliche Züge, blonde, beinahe weiße Haare und dieſelben Augenwimpern, wodurch er einem Kakerlaken ähnlich ſieht; er hätte deſſenun⸗ geachtet für einen hübſchen Jungen gelten Unnen, wenn er nicht gar ſo gleichgiltig ausgeſehen hätte. Aber er hat jährlich zwölftauſend Franken Einkom⸗ men, welche ihm ſeine Familie in Paris zu verzeh⸗ ren geſtattet; daher liebt man in der Geſellſchaft und beſonders unter den Lebensluſtigen den Umgang des Herrn Varinet ſehr; nicht etwa, weil er heiter und liebenswürdig war, denn er blieb immer kalt und unempfindlich, ſelbſt der Wein vermag ihn nicht aufzuheitern, ſondern weil er auch ſein Geld mit derſelben Gleichgültigkeit hinausſchleudert, die ihm bei Allem eigen iſt; wenn er die beträchtlichſten Sum⸗ men im Spiele verlöre, ſo würde es ihn nicht im Mindeſten erſchüttern. Aus dieſem Grunde wird er von allen ſeinen Freunden hochgeachtet.
Das auf dem Tiſche herumliegende Gold und Silber, die aufgeregte Miene der Spieler deutet an, daß es bereits hoch geht.
Balivan füllt die Gläſer mit Punſch und Dupe⸗
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