Teil eines Werkes 
2. Th. (1844)
Entstehung
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28.

A Hat er ihr vielleicht Enhindlichten von mir ge⸗ ſchrieben? Wollte man mir vielleicht einen Streich ſpielen? Ha, der Teufel! wenn ich das wüßtel das dürfte mir nicht ſo hingehen... Ich dulde es nicht, daß man mich für einen Narren hält!...

Und in dem Eifer, der ihn beſeelt, ſchwingt der= junge Mann während des Gehens ſeinen ſchönen Stock mit dem Goldknopfe, wie wenn er bereits über Je⸗ mand herfallen wollte, ſo daß er einer ehrenwerthen Dame, die zufällig dicht an ihm vorübergeht, als er eben wieder wie ein Regimentstambour damit handthierte, beinahe den Hut auf den Boden gewor⸗ fen hätte. Glücklicher Weiſe war der Hut am Kinn zugebunden und fiel ſomit nur auf ihre Schultern zurück. Aber der Herr, welcher dieſe Dame am Arme führt und es ſehr unverſchämt findet, daß ein Vor⸗ übergehender ſeiner Frau mit dem Stock den Hut vom Kopfe reißt, tritt auf Tobias zu und ſpricht mit drohender Stimme zu ihm:Sagen Sie mir, mein Herr, was ſoll das heißen?... Sie heben den Stock gegen uns auf... Sie hätten meiner Frau beinahe das Auge ausgeſtoßen, und Sie reißen ihr den Hut vom Kopfe, der ohne die Bänder mitten in die Straße hineingeflogen wäre!.. Ach, mein Herr...

Madame, ich bitte tauſend Mal um Entſchuldigung! 3 ſtammelt Tobias;ich war in Gedanken vertieft...

ich ſah Sie gar nicht kommen... Wie? ſind wir

Zwerge?... Nein, mein Herr!... Sie ſind im

Gegentheil ſehr groß... wenn man aber an andere

Dinge denkt.. Das iſt ein fauberer Grund!...*