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wir haben auch an andere Dinge gedacht... Glau⸗ ben Sie etwa, wir hätten an Ihren Stock gedacht? ... Ha, wenn Sie meine Frau um ein Auge ge⸗ bracht hätten, ſo wäre es auch um die Ihrigen ge⸗ ſchehen geweſen!...— Das bin ich überzeugt, mein Herr, ich bitte daher tauſendmal um Entſchuldigung! ...— Wer einen Stock tragen will, muß ihn auch zu regieren wiſſen!— Gerade weil ich das weiß, habe ich ihn ſo geſchwungen!“
Während dieſes Wortwechſels hat die Dame ih⸗ ren Hut wieder in Ordnung gebracht; dann zieht ſie ihren Mann weiter, indem ſie zu ihm ſagt:„Nun, mein Freund, da der Herr es nicht abſichtlich gethan hat, ſo wollen wir ſeine Entſchuldigungen anneh⸗ men...— Nicht abſichtlich!... ei! das wäre ſchön, wenn er auch noch eine Abſicht dabei gehabt hätte! Ha, beim Teufel! wenn ich das vorausſetzen würde...“
Und der Herr, der, je mehr es ſeinem Gegner leid iſt, immer wüthender wird, fängt an mit den Zähnen zu knirſchen und macht eine Miene, als wollte er über Tobias herfallen; dieſer iſt aber ſchon weit weg und rennt über Hals und Kopf davon, wäh⸗ rend er ſich zugleich bemüht, ſeinen Stock in die Taſche zu ſtecken, damit er unterwegs kein Unglück mehr anrichte.
Dieſer Vorfall hat den Zorn des jungen Mannes gedämpft. Er langt an des Malers Haus an, in⸗ dem er denkt: Ich kann Albert keine Schuld geben; ich habe keinen Beweis. Ich hätte den Brief auf⸗ heben ſollen, den Madame Plays in ihren Händen


