Teil eines Werkes 
2. Th. (1844)
Entstehung
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Freund... ich bitte Dich, folge mir. Du, Du biſt nicht mehr mein Freund... auch haſt Du Dein Glas zuſammengeworfen, um nicht mehr mit mir anzuſtoßen... das habe ich nicht vergeſſen. Nicht mit Dir wollte ich nicht mehr anſtoßen, ſondern mit Labouſſole, Du wirſt ſpäter noch einſehen, daß ich Recht hatte.

In dieſem Augenblicke ſchrieen die in der Stube verſammelten Menſchen alle:Vorwärts! es iſt ein⸗ geſchenkt!... jetzt kannſt Du Dich zeigen, Sanscra⸗ vate! Da bin ich! entgegnete der Commiſſionär, indem er Paul barſch zurückſtößt, um ſich dem Tiſche zu nähern, auf welchem ſich der Gegenſtand der

2 Wette befand.

Aber Paul war flinker als Sanseravate, auch er eilt zu dem Tiſche hin, kommt zuerſt an, und wirft mit einem Stoße den Schoppen Branntwein auf den Boden; das ungeheure Glas bricht in Scherben zuſammen und die Flüſſigkeit verbreitet ſich allent⸗ halben.

Auf dieſe Handlung des jungen Commiſſionärs folgt ein unzufriedenes, drohendes Gemurmel. Ei⸗ nige Zecher ſcheinen ſtarr vor Erſtaunen bei dem Anblicke eines Menſchen, der es über ſich bringen konnte, eine ſo große Maſſe Branntwein zu verſchüt⸗ ten, und Herr Labouſſole ſtürzt ſich alsbald(ohne Rückſicht auf ſeine Beinkleider) auf alle Viere, und

ſucht mit dem Munde, über die ſtrömende Flüſſigkeit

hergebeugt, einen Theil davon außzulecken. Aber Sanscravate, außer ſich vor Zorn und

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