Teil eines Werkes 
2. Th. (1844)
Entstehung
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fürchten. Kurz, ich ſage zu Sanscravate: Du mußt mich mit der Eiſenbahn nach Fontainebleau führen; dort nehmen wir ein kleines ländliches Mahl auf dem Graſe ein... es wird zwar etwas kalt dabei, aber aus demſelben Grunde nur um ſo pikanter ſein; ich ſchmauſe gern auf dem Mooſe. Ich bin ſchon ſo lange nicht mehr in die friſche Luft hinausgekommen, das wird mir gut thun. Sanoscravate dreht ſeine Taſche um: er beſaß nicht mehr als hundert Sous. Ich ſage: das iſt gar zu wenig, um einen ordent⸗ lichen Schmaus auf dem Raſen zu halten; wir müſſen wenigſtens das Doppelte haben. Beſinne Dich; weißt Du kein Mittel, uns einiges Geld zu verſchaffen? Darauf antwortet er mir: Ich habe allerdings bei meinen Kunden Einiges gut... unter Anderm bei der Familie, die im fünften Stocke in der Märtyrer⸗ ſtraße wohnt, der ich vor ſechs Monaten habe aus⸗ ziehen helfen. Nun, entgegne ich, wenn Du es lange anſtehen läßt, werden ſie wieder ausziehen, und dann zwar ohne Dich.. Geh', laß Dich be⸗ zahlen; nach Verlauf von ſechs Monaten darf ein armer Commiſſionär wohl ſein Guthaben verlangen. Ich treibe ſo lange an ihm, bis er ſich endlich ent⸗ ſchließt, zu gehen; wenn ihr aber wüßtet, was er gethan hatl... Er hat Alles zuſammengeſchla⸗ gen, um ſich bezahlt zu machen? Das hätte wenig⸗ ſtens ich gethan, ſagt Johann Ficelle.O nein! erwiedert Sanscravate.Wenn Du das Elend bei dieſen armen Leuten geſehen hätteſt, ſo hätteſt Du es auch gemacht wie ich. Stellt euch vor: ich ſuche

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