Teil eines Werkes 
2. Th. (1844)
Entstehung
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meine Schuldner, die unter dem Dache wohnten, Morgens gegen ſechs Uhr auf; ich traf den Mann noch neben ſeiner Frau im Bette. Sie hatten Alle Servietten ſtatt Halstüchern um den Kopf herumge⸗ bunden, ſo daß ſie ausſahen wie Türken. Da ſie nur eine einzige alte zerfetzte Bettdecke hatten, ſo hatten ſie Alles, was ſie beſaßen, alte Röcke, Bein⸗ kleider und ſogar alte Stiefeln, zu wärmerer Be⸗ deckung auf ihr Bett gelegt... Daneben ſtand das Bett des Kindes, eines kleinen, zwei⸗ bis dreijähri⸗ gen, wunderhübſchen, roſigen Knabens... Wenn ich ſage: das Bett, ſo habe ich ſehr Unrecht... denn rathet, in was das Kind ſchlief?... in einem alten Muff, der beinahe keine Haare mehr hatte; in die⸗ ſen hatte man den Kleinen hineingeſteckt und in eine aufgezogene Comodeſchublade gelegt, die ihm als Bettſtatt diente. Als der Mann mich eintreten ſah, begann er: Mein Freund, wenn Sie kommen, um

das Geld zu holen, welches ich Ihnen ſchuldig bin,

ſo muß ich Sie bitten, noch eine Weile Geduld mit mir zu haben; ich hin ſchon ſeit vierzehn Tagen ohne Arbeit... wir ſtehes ſo ſpät als möglich auf, weil wir kein Holz mehr zum Einheizen haben... und, was noch ſchlimmer iſt, heute nicht einmal wiſſen, was wir frühſtücken ſollen!... Jetzt ſpeocht ſelber einmal, ob ich von dieſen Leuten Geld fordien konnte? .. Ich ſuchte ſie zu köſten und ging...= Ja, aber

der ſagt euch noch nicht Alles! ruft Baſtringuette

aus, ver unterließ es nicht nur, ſein Guthaben zu begehren, ſondern legte auch noch das einzige Fünf⸗