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auch nie träge bei Tiſche... aber der Paul... das iſt ein Langweiler... der ißt nicht und trinkt nicht recht... biſt Du denn krank?— Nein, gewiß nicht,“ entgegnet Paul lächelnd,„aber ich habe keinen rech⸗ ten Hunger.— Der Herr hat Etwas, was ihm das Herz und ſomit auch den Magen anfüllt!“ flüſtert Baſtringuette, einen Knochen ausſaugend.—„Ich will aber jedenfalls nicht mit ihm grollen,“ ſagt Sanscra⸗ vate,„weil er doch gekommen iſt, obwohl er ſich in unſerer Geſellſchaft nicht zum Beſten zu unterhalten ſcheint.— Ach Gott!“ ſagt Baſtringuette mit höhniſchem Tone, „wir ſind eben keine Nätherinnen; wir machen keine Kleider für vornehme Damen und ſind nicht den ganzen Tag in gewichsten und geglätteten Zimmern... — Bin ich es vielleicht?“ entgegnet Paul mit einem ſtrengen Blick auf Baſtringuette.—„Nein; aber Sie haben Bekanntſchaften mit Leuten, die vornehm thun und Handſchuhe tragen!“ Baſtringuette ſeufzt und
fährt fort:„Ja, ich bin auch entſchieden: ich will mich etwas Anderem widmen.. ich will keine Sträuße mehr verkaufen, ich will höher hinauf!— Du willſt mit Pomeranzen handeln?“ verſetzt Sanscravate.— „Ach, warum nicht gar! höher noch!— Mit Hä⸗ ringen?— Wie dumm! ich ſage, ich ſtrebe höher hinauf, und er erniedrigt mich bis zu den Häringen. Ich will... Unterhoſen machen, um mir Etwas zu verdienen.— Unterhoſen?— Ja, dann ſpare ich zuſammen, bis ich einen Laden halten kann... Ich nähe jetzt ſchon nicht ſo übel und habe immer eine Neigung zu den Unterhoſen gehabt⸗.. Es iſt auch au S 8


