Teil eines Werkes 
1. Th. (1844)
Entstehung
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Straßen und ſogar auf den Boulevards Liebſchaf⸗ ten haben!

Dieſes Compliment war an Tobias gerichtet; er ſchien ausgezeichnet davon geſchmeichelt, und um der Blumenhändlerin ſeine Zufriedenheit zu beweiſen, be⸗ riecht er die Veilchenſträuße, die ſich in ihrem Korbe befinden, und murmelt dazu:Das iſt eine ganz köſtliche Blumenhändlerin!... ſie iſt witzig!... ein Paar Augen hat ſie!... die faßt ihren Gegenſtand ſicher! Nun, mein Freund, bleibt's darauf be⸗ ſchränkt, daß Sie mit Ihrer Naſe auf den Sträußen herumfahren... Schönen Dank dafür!... Sie wür⸗ den am Ende einen Thau auf ſie fallen laſſen... eine derartige Feuchtigkeit wäre ihnen aber nicht von Nutzen!... Wohlan, nehmen Sie jenes Sträußchen? Nein, heute will ich kein Weib verführen, außer Du hätteſt Luſt dazu... nun!... Schelmin!.. Machen Sie keine Geſchichten! Sie ſind mir zu auf⸗ geblaſen! Mir gefallen ſolche Wachsgeſichter nicht... Ich hätte Angſt, Sie in meinen Armen verſchmelzen zu ſehen!

Albert und Cöleſtin lachen hell auf über die Miene, die der kleine Tobias macht, während ihm die Veilchenhändlerin dieſe Artigkeit ſagt. Nachdem er abermals einen Verſuch gemacht hat, ſein Lorgnon in's rechte Auge einzuklemmen, betrachtet er Jungfer Baſtringuette mit verächtlicher Miene und ruft aus: Sie ſind wie Ihre Blumen, meine Liebe, man darf ſie nicht zu nahe anſehen, ſonſt merkt man, daß man betrogen wäre! Eil das iſt freilich bei