Teil eines Werkes 
1. Th. (1844)
Entstehung
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Dieſer junge Mann hieß Cöleſtin von Valnoir.

Die Perſon, rechts von Albert, aber ohne ihm den Arm zu geben, war mit ihm von gleichem Alter, aber weit kleiner und von ſehr bedeutendem Umfange. Seine rothblonden Haare rollten ſich von Natur und fielen reichlich auf jeder Seite ſeines Geſichtes herab, deſſen runde Form, bei ſeiner roſigen Friſche, doch etwas zu ſtrotzend war. Die Züge des Jünglings waren faſt angenehm, die Augen ein wenig rund, von der reinſten Bläue, er hatte eine kleine Habichts⸗

naſe, welche auf eine Meile das Volk Israel erkennen

ließ, einen Mund mit hochrothen Lippen, ſehr ſchönen Zähnen, und ein Grübchen in der Mitte des Kinns. Alles dieß vollendete einen ſehr hübſchen Kopf eines Pausbacken⸗Engels, nur hatte das Geſicht keinen Ausdruck, denn die Züge deſſelben waren immer die⸗ ſelben; die Seelenruhe und das Glück auf dieſer Welt zu ſein war ganz in ihnen bezeichnet. Nur eine äußerſt ernſthafte Urſache vermochte wohl das unaufhörliche Lächeln ſeiner Lippen zu unterdrücken; doch war es der Fall, wenn der junge Mann ſein Sacktuch oder einige Geldſtücke verloren zu haben glaubte. Eine außergewöhnliche Verwandlung ging dann in ſeinem Geſichte vor: ſeine Naſe verlängerte ſich, er kniff den Mund zuſammen, ſeine Augen ſchienen aus ihrer Höhle hervorzutreten; zuletzt wurde er ſo häßlich, daß man ihn nicht mehr erkennen konnte.

Sein Anzug zeigte mehr Luxus als Geſchmack; beſunders z blibte eine große Vorſtecknadel mit einem