nicht Lügen. Seine Geſichtsfarbe war braun, die Augen ſchwarz, groß und ſchön geſchlitzt; Geiſt, Spott, Malice, mitunter auch Empfindlichkeit und Sentimentalität, leuchteten aus denr fortwährenden Feuer derſelben hervor. Eine tadelloſe Naſe, ein anmuthiger Mund mit weißen Zähnen geziert, auf die er eitel ſein durfte, endlich ein ovales Geſicht, umwachſen mit einem leichten pechſchwarzen Backen⸗ barte, der ſich mit einem ſchwachen Schnurrbarte vereinigte: dieß war das Aeußere des jungen Albert Vermoncey; man wäre ungerecht geweſen, ihn nicht einen hübſchen Jungen zu nennen.
Auf ſeinen linken Arm ſtützte ſich ein junger Mann, wohl einige Jahre älter als ſein Führer Albert, dabei auch ein Löwe, oder was man heut zu Tage einen Mann nennt, der den Ton angibt. Indeſſen hatte ſeine Haltung nicht das Anmuthige, welches bei ſeinem Nachbar entzückte. Er war zwar größer und ſtärker, dagegen unbeholfener und ſteifer; in der Affectation, mit der er ſeinen Kopf auf die Seite hing und ſogar im Tragen ſeines Hutes zeigte er den Bramarbas. Noch größer war die Verſchie⸗ denheit des Geſichtes. Einzeln betrachtet, hatte dieſer Herr keinen häßlichen Zug, aber das Ganze machte einen unangenehmen Eindruck. Die Farbe ſeiner Augen war zweifelhaft, meiſt geſchloſſen, heftete er ſie höchſt ſelten auf die Perſon, mit der er ſprach. Seine Phy⸗ ſiognomie hatte einen ſpöttiſchen, manchmal beleidigen⸗ den Ausdruck, ſo daß man meinen konnte, er wäre mit jedem Händel anzufangen geneigt geweſen.


