Teil eines Werkes 
1. Th. (1844)
Entstehung
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weder ihre Promenade fortzuſetzen oder in einiger Entfernung mit andern bekannten Perſonen zuſam⸗ menzutreffen. Vor einigen Jahren noch war das Boulevard von Gent der Ausſtellungsort der Toilette. Die Damen präſentirten dort einen neuen Kopfputz, die Herren einen eleganten Anzug; erſchien heute einer von ihnen mit einem Kleide neuen Schnittes, ſo wurde es morgen die Mode der Dandy's der Haupiſtadt. Andere Zeiten andere Sitten! Heut zu Tage macht man nicht mehr ſeine Toilette für das Boule⸗ vard des Italiens. Die Cigarre überzieht nun dieſes Viertel mit ihrem Rauch; man ſieht keinen jungen Mann, der nicht eine im Munde hätte; die bedeutendſten jungen Leute erſcheinen einfach, ſelbſt ernſthaft gekleidet, ſo daß ſie eher Puritanern gleichen, während ihr Bart ſie mit den jungen Edelleuten zur Zeit Franz I. verwechſeln läßt. Doch kehren wir zu unſern drei Spaziergängern zurück.. Der in der Mitte zählte höchſtens 22 J Jayre; ſeine Taille war von mittlerer Stärke, ſonſt gut gebaut, etwas ſchmächtig, gewandt, graziös in ſeiner Haltung; er trug mit viel Leichtigkeit einen Morgenrock, deſſen Schnitt jedoch einen Schneider der höheren Faſhion X verrieth; das Uebrige ſeiner Kleidung entſprach na⸗ türlich der guten Facon ſeines Rockes; die Stiefel waren lakirt; er hielt ein hübſches niedliches Spa⸗ zierſtöckchen mit in Silber ciſelirtem und ausgezeichnet gearbeitetem Knopfe in der Hand; das Antlitz dieſes jungen Mannes ſtrafte die Anmuth ſeiner Bewegungen