5
auf dem Schloſſe. Wehmüthig warf er einen letzten Blick nach den Fenſtern des von ihm bewohnten Ge⸗ maches und rief aus:„Leb wohl, Rom! ich ſcheide!“
Als er die beiden jungen Männer erblickte, ging er ihnen mit ziemlich trauriger Miene entgegen und machte einen tiefen Bückling.
„Wo gehen Sie denn ſo frühe hin, Herr Feru⸗ lus? redete Alfred ihn an.— Ich gehe fort, meine Herren, verlaſſe für immer dieſe Orte; man ſchickt mich fort, entſetzt mich meiner Stelle!... Und war⸗ Gum!.. weil ich ein junges Mädchen gelehrt habe, ſich des Bettwärmers zu bedienen, den die Natur ihr gabz Nicht meine Schuld, zudem war kein anderer auf dem Schloſſe!— Wie! das Alles glich ſich nicht aus, kam nicht wieder ins Geleiſe?... Robineau iſt doch gutmüthig...— Seit er verhei⸗ rathet, iſt er nur noch eine complette Null... Der arme Mann!... er wird ſchöne Dinge ſehen!... Ich bin nicht ſo glücklich, ſeiner Gemahlin zu ge⸗ fallen!... Meine Verſe fand ſie nicht ſchön, oder weigerte ſich wenigſtens, ſie zu hören... Meine Her⸗ ren, von Jemand, der die Wiſſenſchaft nicht zu ehren weiß, läßt ſich nichts hoffen!... Nachdem ich mich alle Abende damit gelangweilt, die Partie des un⸗ verſchämten de la Pincerie und ſeines Dummkopfs von Bruders zu machen, belohnt man mich ſol... Saturus sum opprobiis!... und weggejagt, ohne mir auch nur einen Monat Gehalt als Bibliothekar zu geben!. Aber ſie mögen einen Andern finden von meiner Gelehrſamkeit! Madame ſagte, Onkel


