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3 welchen er nie meine Begleitung verlangte.. Ja ſchon lange... ſehr lange kommt er in's weiße Haus.. aber eine Liebſchaft!... Ich geſtehe, das wundert mich und noch kann ich's nicht recht glauben. Seit dem Tode ſeiner zweiten Gemahlin, jener Ade⸗ line, die er ſo innig liebte, hörte ich ihn hundertmal ſagen, daß von nun an keine Frau mehr ſein Herz rühren könne... ich weiß wohl, man ſagt das, ohne daß es hindert zu... doch ich wiederhole Dir, es wundert mich... Sein einziger Fehler iſt, mich nicht in's Vertrauen gezogen, mir nicht einige Worte über dieſe Intrigue geſagt zu haben. Bin ich nicht eben⸗ ſoſehr ſein Freund als ſein Sohn!. Dann wären wir nicht um das weiße Haus herumgeſchwärmt, der Kleinen den Hof zu machen;... ich wäre nicht Ge⸗ fahr gelaufen, der Nebenbuhler meines Vaters zu werden!... da er aber dieſen Liebeshandel verbergen will, wollen wir ſein Geheimniß ehren... Er weiß nicht, daß wir in dieſer Gegend ſind; nie hatte ich Zeit, es ihm zu ſchreiben und wenn die Kleine ihm von Eduard ſprach, dachte er ſicherlich nicht, daß von dem Freund ſeines Sohnes die Rede ſei.“
Eduard, der Alfred aufmerkſam zugehört hatte, ſchien Allem beizupflichten; er war ruhiger, die Ver⸗ nunft gewann wieder die Oberhand. Die reine und friſche Nachtluft, die genoſſene Ruhe thaten auch ihre
Wirkung. Nach kurzem Schweigen ſagte Eduard zu
ſeinem Freund:„Ich mag nicht länger hier ver⸗
weilen... Es treibt mich fort aus dieſer Gegend... Gleich morgen werde ich im Schloſſe Lebewohl ſagen


