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„Was thuſt Du? rief Alfred, ſeinen Freund zu⸗ rückhaltend, an dieſe Thüre klopfen?... Lärm machen?... Sie werden nicht öffnen; und überdies würdeſt Du nichts weiter erfahren. Beſſer, wir war⸗ ten, bis ſie herauskommt.. vielleicht begleitet er ſie; wenn wir ſie unbemerkt ſehen und hören könnten!... es iſt dann immer noch Zeit, Deinen Nebenbuhler herauszufordern; da er hier iſt, kann er Dir nicht entgehen.“
Ja.. ja. Du haſt Recht, ſagte Eduard, wir wollen warten... ich will mir Mühe geben, daß ich's kann!.— Sieh, komm hinter dieſe Baumgruppe, dort ſind wir der Thüre gegenüber.. und man kann uns nicht ſehen.. Komm.“
Alfred zog Eduard fort unter die Bäume, die etwa vierzig Schritte vom weißen Hauſe entfernt waren. Dort kauern ſie ſich an der dunkelſten Stelle nieder und harren ſchweigend des Oeffnens der Thüre. Eine Viertelſtunde vergeht in peinlicher Erwartung; Eduard vergeht beinahe vor Ungeduld und Eiferſucht; doch gibt ihm der Wunſch, den Beweis von Iſaura's Treuloſigkeit zu erlangen, die Kraft, den ungeſtümen Regungen ſeines Herzens zu widerſtehen. Plötzlich macht ſich ein leichtes Geräuſch vernehmbar, aber nicht vom weißen Haus her, ſondern hinter ihnen.
„Ich hörte etwas,“ ſagte Eduard.
„Ja, ich glaubte auch...“
„Sollten wir nicht allein hier ſein?...“
Aufmerkſam ſahen ſie umher, gewahrten aber Nie⸗ mand. In dieſem Augenblicke brach der Mond hinter


