zu beſitzen... hoffte, Sie glücklich zu machen... ich habe mich getäuſcht... und werde ſuchen, alle meine Plane zu vergeſſen!...“
Das Mädchen antwortet nichts. Eduard entfernt ſich noch einige Schritte; überraſcht indeß durch ihr Schweigen, wendet er ſich nochmals um Iſaurens liebliches Geſicht iſt in Thränen gebadet, die in Strö⸗ men aus ihren Augen rinnen. Bei dieſem Anblick liegt Eduard bald zu ihren Füßen, bedeckt ihre Hände mit Küſſen und ruft:„Du weinſt!... ich bin daran Schuld!... Ach! verzeihe mir, liebe Iſaura... ver⸗ gib ungerechten Argwohn!..— Du glaubſt, ich liebe Dich nicht! antwortete die Kleine ſchluchzend. — Ich konnte Dich betrüben!... Bin ich nicht zu glücklich, von Dir geliebt zu werden! wie ſehr bereue ich, Dir Thränen ausgepreßt zu haben! Nein, ich will Deine Geheimniſſe nicht mehr zu erforſchen ſuchen..
keine Frage mehr an Dich machen.... Du liebſt mich!
was kann ich mehr verlangen!— O, gewiß! verſetzt Iſaura, indem ein holdes Lächeln durch ihre Thränen brach, ich werde Dich immer lieben... denn ich glaube nicht, daß man ſich ändern kann. Verzeih, daß ich Dir nicht Alles ſage, was mich angeht.. Ach! ich möchte ſo gerne! Aber das Geheimniß iſt nicht das meine. Einſt werde ich keins mehr vor Dir haben... und... in Kurzem werde ich ohne Zweifel wiſſen, ob ich Deine Gattin ſein darf, ob ich Dir überall
hin folgen kann. Mein Herz iſt Dein, und Du weißt
wohl, ich kann es Dir nicht mehr entziehen.“ Das liebenswürdige Kind drückte zärtlich Eduards b 3


